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Migration von 1955 bis zur Gegenwart
 



  1. Einleitung:

Österreich hat eine reichhaltige Tradition sowohl als Ein- als auch als Auswanderungsland. Auch in der jüngeren Geschichte Österreichs – seit dem Staatsvertrag von 1955 - gibt es Emigranten und Immigranten mit den unterschiedlichsten Motiven.

 

  1. Gastarbeiter

Zu den Einwanderern zählen u.a. Gastarbeiter (z.B. aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien), die zwischen 1960 und Mitte der 1970er Jahre (als die Vollbeschäftigung der inländischen Arbeitskräfte zu einer Liberalisierung der Ausländerbeschäftigung führte) in Österreich für eine bestimmte Zeit einer Arbeit nachgegangen sind, um Geld zu verdienen und um dann in ihrem Heimatland einen besseren Lebensstandard zu haben, oder solche die sich entschlossen haben, in Österreich eine neue Heimat zu gründen.

 

  1. Flüchtlinge aus Osteuropa

Zwischen 1955 und 1989 sind mehrere Gruppen von Ostflüchtlingen nach Österreich oder über Österreich in den Westen gekommen. Ihre Gründe waren meist politische, wirtschaftliche oder ethnische Konflikte in ihrem Herkunftsland. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie im sowjetischen Einflussbereich. An der Spitze der Regierung stand die kommunistische Landespartei. In Ungarn, der CSSR und Polen kam es zu Krisen, als diese sich mehr und mehr vom Einfluss Moskaus befreien wollten. Jugoslawien hingegen ging schon unter Tito seinen eigenen Weg. Dort führten die Konflikte zwischen den dort lebenden Volksgruppen zum Bürgerkrieg.

            1956/1957 kamen rund 180.000 Flüchtlinge aus Ungarn nach Österreich.

            1968 immigrierten ca. 162.000 Tschechen nach Österreich.

            1980/81 und in den Jahren davor suchten 120.000 bis 150.000 Polen in Österreich Schutz vor Verfolgung.

            1991/92 kamen rund 95.000 Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien in unser Land.

 

  1. Auswanderer:

Die Beschäftigungsstruktur in Österreich ist nicht homogen, und so existieren in verschiedenen Regionen nicht genug Arbeitsplätze, oder nur solche, die nicht den Qualifikationen der Arbeitnehmer entsprechen. Das betrifft auch Teile des Salzkammerguts, was dort dazu führt, dass Leute abwandern.

Viele Menschen schaffen es, als (Tages- oder Wochen-)Pendler in einem Ballungsraum Arbeit zu finden.

Zahlreiche Österreicher sind ins Ausland gewandert, um dort zu arbeiten. Sie treffen im Vergleich zu den Ostflüchtlingen und Gastarbeitern in Österreich dort jedoch wesentlich bessere Bedingungen an. Während Fremdarbeiter hier in Österreich meist unqualifizierten Beschäftigungen mit niedrigem Lohnniveau nachgehen, werden Österreicher im Ausland überwiegend als Fachkräfte gesucht, oder sogar für gutbezahlte Führungspositionen.

 

  1. Zweitwohnungsbesitzer

Im Salzkammergut existiert wegen seiner landschaftlichen Schönheit noch eine Gruppe von „Zuwanderern“, die jedoch nicht wirklich der Wohnbevölkerung zuzurechnen ist. Es handelt sich um Zweitwohnungsbesitzer, die wie viele Touristen die Region regelmäßig besuchen, aber nicht in Hotels wohnen.

 

 
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